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Pressemitteilungen


30.04.2010 | ‚COPD in Primary Care’ – Bilanz einer Teilnehmerin: „Bin sensibler für frühe Symptome geworden“

Bericht einer Allgemeinmedizinerin, die an der ÖGP-Initiative ‚COPD in Primary Care’ teilgenommen hat. Kampf der Lungenfachärzte gegen die chronisch obstruktive Lungenerkrankung mit DFP-approbiertem Fitnessprogramm für Allgemeinmediziner. Anmeldung: 0800/100227.

„Ich wollte einfach mehr über COPD wissen, diese Erkrankung besser kennen lernen“, umreißt Dr. Narges Mobarhan, niedergelassene Allgemeinmedizinerin im 2. Wiener Gemeindebezirk, ihre Motivation, das von der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) entwickelte, DFP- approbierte Fortbildungsprogramm zu absolvieren.

Patienten sind sich der Gefahr des Rauchens nicht bewusst

Wesentlich für diese Entscheidung war die Erfahrung, dass viele ihrer Patienten – Junge und Ältere – rauchen, ohne dass sie sich der Gefahr für ihre Lunge bewusst sind. Auch bei den Entwöhnungsprogrammen, die Mobarhan seit 2 Jahren durchführt, hat sich gezeigt, dass viele die ersten Symptome einer COPD wie Husten als „notwendiges Übel“ des Rauchens akzeptieren und diesbezüglich noch nie einen Lungenfacharzt konsultiert haben. Und: Viele gaben an, seit dem 15. oder 16. Lebensjahr zu rauchen!

Ähnlich die Situation auch in ihrem ärztlichen Alltag: „Die Mehrzahl der rauchenden Patienten kommt zu mir in die Ordination wegen einer beginnenden Grippe oder anderen Erkrankungen, keiner bringt sein Befinden mit dem Rauchen in Verbindung und ist diesbezüglich auch nicht  ärztlich betreut.“

Hohe Dunkelziffer – Motiv für „mehr Wissen über COPD“

Diese hohe „Dunkelziffer“ unter ihren Patienten war es auch, die die Allgemeinmedizinerin dazu veranlasste, nach Möglichkeiten zu suchen, ihren Wissensstand über COPD zu aktualisieren.
„Wir Allgemeinmediziner hören im Rahmen unserer Ausbildung einiges über COPD, zwischenzeitlich hat sich allerdings sehr viel weiterentwickelt. So weiß man jetzt, dass frühzeitiges Behandeln das Fortschreiten einer beginnenden COPD signifikant verlangsamen kann, dass mit dem Rauchen Aufhören die wichtigste Maßnahme ist.“ Wichtig sei auch, so Mobarhan, zu beachten, dass Raucher mindestens einmal jährlich zum Lungenfacharzt überwiesen werden.

‚COPD in Primary Care’
verbessert Sicherheit im Erkennen von Risikopatienten und ihrer richtigen Betreuung

In diesem Sinn wollte sie, betont Mobarhan, vor allem Sicherheit gewinnen im Umgang mit betroffenen Patienten, denn die Beschwerden einer beginnenden (milden) COPD ergeben oft ein unspezifisches klinisches Bild. „Durch ‚COPD in Primary Care’ bin ich sensibler für rauchende Patienten und erste Warnsignale der Lunge geworden und frage jetzt auch ganz gezielt nach.

In diesem Zusammenhang bedauert Mobarhan, dass in Wien die Spirometrie als wichtigste Diagnosemöglichkeit für eine beginnende COPD noch immer keine Kassenleistung ist. „Hier könnte ein wichtiger Schritt in Richtung Früherkennung gesetzt werden.“

„COPD in Primary Care“:
Lernen, mögliche COPD-Betroffene zu identifizieren und weiterführend zu betreuen

Mit „COPD in Primary Care“ hat die ÖGP für Allgemeinmediziner ein umfassendes, qualitätsgesichertes und standardisiertes Aus- und Fortbildungsprogramm mit 2 Modulen à 6 Stunden entwickelt. Ziel ist, erklärt Projektleiter Dr. Arschang Valipour, Oberarzt an der 1. Lungenabteilung am Otto Wagnerspital in Wien und Fortbildungsbeauftragter der ÖGP
„Die Allgemeinmediziner zu einer adäquaten ärztlichen Identifizierung und weiterführenden Betreuung von COPD-Betroffenen zu befähigen.“ Dazu gehören u. a.: Bewusstseinsbildung für das Krankheitsbild der COPD, Früherkennung in der allgemeinmedizinischen Praxis, Umsetzung von nationalen und internationalen Behandlungsempfehlungen in Kooperation mit dem betreuenden Lungenfacharzt sowie Verbesserung der Compliance von COPD-Patienten.

Referenten sind Experten mit mehrjähriger Erfahrung mit COPD sowie medizindidaktische Kompetenz und Lehr-Erfahrungl.

DFP-Zeugnis mit 12 Fortbildungspunkten

Die Veranstaltung wird von der ÖGP und der österreichischen Ärztekammer als Aus- und Weiterbildungsveranstaltung approbiert. Die Teilnehmer erhalten nach Abschluss beider Module ein entsprechendes DFP-Zeugnis mit 12 Fortbildungspunkten ausgestellt. Für den
Erwerb der DFP-Punkte ist die Teilnahme an beiden Modulen Voraussetzung. (Schluss)

Anmeldung:
Tel.: 0800/100227 oder eMail: copd@schuetz.cc

Die Module laufen noch bis Ende des 1 Halbjahres 2010 – begrenzte Teilnehmerzahl!


Ev. Rückfragen:

OA Dr. A. Valipour, Projektleiter „COPD in Primary Care“, Oberarzt an der 1. Lungenabteilung im Otto Wagner Spital, Wien, und Forttbildungsbeauftragter der ÖGP, Tel.: 0699/120 29 2642
eMail: arschang.valipor@wienkav.at

Dr. Monika Bannert, Dr. Bannert Public Relations, Tel.: 0664-21 00 618,
eMail: m.bannert@dr.bannert-pr.at

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