sponsored by
Content
Pressemitteilungen
04.05.2011 | 3. Mai Welt-Asthmatag 2011: Asthma bronchiale – Lungenfachärzte orten Verbesserungspotential bei der Asthmakontrolle
Jeder fünfte Österreicher leidet an einer allergischen Erkrankung, jeder zwanzigste an Asthma bronchiale , davon betroffen sind also 5% der Bevölkerung. Verbesserungspotential gibt es vor allem bei der Asthmakontrolle. Buben leiden häufiger als Mädchen an dieser Atemwegserkrankung, mit der Menarche (1. Regelblutung) steigt die Asthmahäufigkeit bei den Mädchen.
„Gut behandelte Asthmatiker sind weitgehend beschwerdefrei“
Asthma bronchiale hat viele Ursachen, etwa Feinstaubbelastung, Rauchen, genetische Ursachen oder Hormone. Symptome sind Husten und anfallsartige Atemnotattacken. Allerdings: „Ein gut behandelter Asthmatiker ist weitgehend beschwerdefrei, leistungsfähig und voll in den Alltag und das Berufsleben integriert! Die moderne Asthmatherapie zielt auf möglichste Symptomfreiheit und somit maximale Lebensqualität ab, ohne den Patienten mit Medikamenten ‚vollzustopfen’.“ (Wantke)
Unterbehandelte Asthmatiker ignorieren ihre Beschwerden
Leider, so Wantke, würden einige Patienten ihre Beschwerden ignorieren oder sich an ihr Asthma gewöhnen. Diese Patienten kommen dann zu selten zum Lungenfacharzt und bleiben so unterbehandelt. Schlecht behandeltes Asthma führt zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Lungenfunktion, unbehandeltes Asthma kann unter Umständen sogar zum Tod führen – und „das dürfte im Jahr 2011 nicht mehr passieren!“
Erfolgreiche Asthmakontrolle: Therapie-Compliance entscheidend
In der modernen Asthmatherapie werden Medikamente nur in dem Ausmaß eingesetzt, wie sie zur Asthmakontrolle nötig sind, betont ÖGP-Generalsekretär Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Studnicka. Diese müssen aber – auch bei sehr gutem Ansprechen auf die Medikation - konsequent weiter eingenommen werde. „Einem beschwerdefreien Asthmatiker geht es gut, weil er eben die richtigen Medikamente in der richtigen Dosis erhält. Wird die Therapie aufgrund der Beschwerdefreiheit eigenmächtig abgebrochen, kommen die Asthmasymptome sehr schnell wieder zurück und der Kreislauf beginnt von vorne.“
Zur Asthmakontrolle gehören regelmäßige Kontrollen der Lungenfunktion, auch der Fragebogen „Asthma Control Test – ACT“, ist hilfreich, um die Wirksamkeit der Therapie in Bezug auf Symptomkontrolle in wenigen Minuten zu evaluieren.
Optimierte Therapie durch neue Medikamente
An neuen Medikamenten gibt es besser inhalierbare Medikamente, die aufgrund ihrer geringen Partikelgröße problemlos auch in die kleinen Bronchien vordringen können und somit eine optimale Therapie ermöglichen. In nächster Zeit wird auch ein Medikament auf den Markt kommen, dass bei einmaliger Inhalation über 24h die Bronchien offen hält – in unseren Nachbarstaaten bereits erhältlich. Wantke berichtet von „einer spannenden Entdeckung“ vor einigen Monaten: Bitterstoffe führen ebenfalls zu einer massiven Erweiterung der Bronchien.
Häufigste Auslöser für Asthma sind Allergien, aber „Allergie ist nicht gleich Allergie“
Rund 5% der österreichischen Bevölkerung leiden an Asthma bronchiale, Buben sind zunächst davon häufiger betroffen als Mädchen, „mit der Menarche, also der ersten Regelblutung, steigt die Asthmahäufigkeit bei den Mädchen.“ (Studnicka)
Mit 70% sind Allergien die häufigsten Auslöser von Asthma bronchiale. Studnicka: „Allergie ist aber nicht gleich Allergie, da hauptsächlich Allergene wie die Hausstaubmilbe oder die Katze Asthma bronchiale verursachen. Diese Allergene gelangen leicht in die Lungen und kommen das ganze Jahr vor. Wie bekannt, lösen aber auch Pollen Asthma aus. Deshalb sollte vor allem in der Pollensaison ein auftretender Husten durch den Lungenfacharzt auf Asthmaverdacht abgeklärt werden.“ (Schluss)
Ev. Rückfragen:
Univ.-Doz. Dr. Felix Wantke, Leiter des Arbeitskreises „Allergie und Inflammation“ der ÖGP und Geschäftsführer des Floridsdorfer Allergieambulatoriums
Tel.: 01-270 25 42 begin_of_the_skype_highlighting 01-270 25 42 end_of_the_skype_highlighting, eMail: wantke@faz.at
Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Studnicka, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) und Vorstand der Univ.-Klinik für Pneumologie, PMU Salzburg
Tel.: 0662/448 23 300 begin_of_the_skype_highlighting 0662/448 23 300 end_of_the_skype_highlighting, mobil: 0664/501 40 02 begin_of_the_skype_highlighting 0664/501 40 02 end_of_the_skype_highlighting, eMail: M.Studnicka@salk.at
Dr. Monika Bannert, Tel.: 0664/21 00 618 begin_of_the_skype_highlighting 0664/21 00 618 end_of_the_skype_highlighting, eMail: m.bannert@pr-expert.at (neue eMail-Adresse!!)
ÖGP Jahrestagung 2012

14. - 16. Juni 2012
Salzburg
Vorprogramm ÖGP 2012
ERS Annual Congress
![]()
1. - 5. Sept. 2012, Wien