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Pressemitteilungen
06.09.2011 | „Machen Sie sich selbst ein Bild“ – Lungenfachärzte laden erstmals in Österreich in die BEGEHBARE LUNGE
Im Rahmen des ÖGP-Kongresses, der vom 8. bis 10. September 2011 in der Messe Wien stattfindet, gibt es für die Bevölkerung die Möglichkeit, ein 5 Meter langes, 2,50 Meter breites und 2,60 Meter hohes Lungenmodell zu besuchen und sich dreidimensional ein Bild darüber zu verschaffen, wie sich gesundes Lungengewebe bei verschiedenen pneumologischen Erkrankungen verändert und welche Symptome sich daraus für die Betroffenen ergeben. Ziel der Initiative, die unter dem Motto „Machen Sie sich selbst ein Bild“ steht und heute in Wien von Spitzenrepräsentanten der Lungengesellschaft präsentiert wurde: Der Bevölkerung einmal mehr bewusst zu machen, dass Umwelteinflüsse ein wesentlicher Schädigungsfaktor für unsere Lunge sein können und dass es an jedem einzelnen liegt, auf seine Lunge zu achten.
am Donnerstag, 8.9. (13:00 bis 18:00 Uhr), Freitag, 9.9. (8:30 bis 18:00 Uhr) und Samstag, 10.9. (8:30 bis 12:00 Uhr)
in der Einhangshalle der Messe Wien, Messeplatz 1, 1021 Wien.
Gesundheit, auch die Lungengesundheit, wird von den meisten Menschen als selbstverständlich angesehen. Der Bevölkerung ist nicht bewusst, dass die Lunge wie kein anderes Organ die gesamte Umwelt wahrnimmt und dadurch täglich starken Belastungen und Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, begründet OÄ Dr. Sylvia Hartl, ÖGP Vizepräsidentin und designierte Präsidentin der Lungengesellschaft, das stetige Bemühen der Lungenfachärzte, mit verschiedenen Initiativen ein breites Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Gesundheit der Lunge nicht selbstverständlich ist und jeder auf seine Lunge achten muss.
„Ein lebenswichtiges, aber sehr sensibles Organ“
Die Lunge, so Hartl, „ist ein sehr empfindliches Organ, das bis zum 18. Lebensjahr wächst – ob man daher mit einer gesunden Lunge erwachsen wird, hängt sehr stark davon ab, wie man mit dieser Lunge umgeht, d. h. was man einatmet.“ Bedroht ist die Lunge bei der Einatmung von sogenannten übertragbaren Krankheiten, d. s. infektiösen Krankheiten oder von nicht übertragbaren Krankheiten, d. s. über Schadstoffe (Staub, Giftstoffe, Zigarettenrauch, Pollen, Allergene etc.) vermittelte Erkrankungen oder angeborenen Störungen (vererbbare Krankheiten). Die Expertin: „Asthma, COPD, Lungenkrebs und andere Erkrankungen sind durch unbeachtete chronische Umwelteinflüsse sehr stark mitbedingt“
Luftschadstoffe schädigen nicht nur die Lunge
Luftschadstoffe schädigen nicht nur die Lungen, sondern tragen auch wesentlich zur Entstehung von Herz/Kreislauferkrankungen oder Krebs bei, betont Hartl. Denn: „Die ultrafeinen, sehr, sehr kleinen Partikel, die durch die Lunge in den Körper eingeschleust werden, können die Lungenbläschen durchdringen und so ins Blut gelangen.“
So wird die Lunge gesund erhalten:
Hartl betont, dass viele Lungenerkrankungen oder Schädigungen vermieden werden könnten, wenn man auf die Gesundheit der Lunge achtet: Das bedeutet: „Bedacht nehmen auf saubere Luft, also eine mit Schadstoff (z. B. Rauch) geschwängerte Luft bewusst vermeiden; bei Symptomen wie Husten, Atemnot, Schleim eine Abklärung durchführen und eine eventuelle Krankheit entsprechend behandeln.“ Und: „Die Lungen schätzen Bewegung weil sie durch die gesteigerte Atmung bei Anstrengung besser durchlüftet werden.
Training macht auch Lungenkranke fit
Dass Asthma und COPD im fortgeschrittenen Stadium zur Pflegebedürftigkeit führen können, ist allgemein bekannt. Erwiesen ist auch, dass dies mit optimaler Therapie und gezieltem Training verhindert werden kann. Eine eingeschränkte Lungenfunktion wirkt sich viel weniger stark aus, wenn der Körper gut trainiert ist. Fazit: „Regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining kann den Unterschied zwischen Pflegebedürftigkeit und einem selbstbestimmten Leben machen“, bringt Kongress-Präsident Univ.-Prof. Dr. Otto C. Burghuber die Wichtigkeit des Themas, dem auch am Lungenkongress entsprechender Raum gewidmet wird, auf den Punkt.
Die BEGEHBARE LUNGE:
Krankhafte Veränderungen des Lungengewebes dreidimensional erleben
Bei einem Gang durch das Lungenmodell kann man, so Hartl, „ganz realistisch sehen, wie eine gesunde Lunge aussieht, welche Veränderungen bestimmte Krankheitsbilder wie u. a. Asthma, COPD, Lungenkrebs zur Folge haben und welche Konsequenzen sich für die Betroffenen daraus ergeben.“ Ausgehend vom Zustand einer gesunden Lunge zeigt der Gang durch das Lungenmodell eindrucksvoll, „was sich bei verschiedenen Erkrankungen in unserer Lunge tut und wie die Lungenfunktion dadurch zwangsläufig beeinträchtigt wird.“ (Hartl)
Das sieht man in der BEGEHBAREN LUNGE
Dass unsere Lunge besteht aus Röhren (Bronchien), die wie die Äste eines verzweigten Baumes die Luft in die Lungenbläschen führen, und Lungenbläschen, zarte (wie Spinnweben), weintraubenartig angeordnete Strukturen, die eine große Fläche für die Aufnahme von Sauerstoff zur Verfügung stellen, wird ebenso gezeigt, wie die Veränderungen einer gesunden Lunge bei verschiedenen Krankheitsbildern.
Beispielsweise erkennt man u. a.
- bei Asthma bronchiale: den Unterschied zwischen der normalen Größe der Atemwege und dem verkleinerten Durchmesser der kranken Bronchien mit den überdehnten Lungenbläschen;
- bei COPD: die starke Verengung der Bronchien, die Aufblähung der Lungenbläschen, die mehr Platz im Brustkorb brauchen und die zerstörten kleinen Gefäße, wodurch weniger Fläche für die Sauerstoffaufnahme zur Verfügung stehen und weniger Sauerstoff ins Blut kommt;
- bei Lungenentzündung: die „angeschoppten“, mit Entzündungsmaterial gefüllt Lungenbläschen;
- bei akuter Bronchitis: die mit Schleim gefüllten Lungenbläschen, die geschwollene Schleimhaut sowie die Entzündung der darunter liegenden Knorpel-Muskelschicht;
- bei Lungenkrebs: die weißlichen Massen des Fremdgewebes, die durch die Wand der Bronchien wachsen können;
- bei einer Lungenembolie: die durch einen „Pfropfen“ (Gerinnsel) verstopften Gefäße, wodurch das Blut durch andere Kanäle umgeleitet wird;
Weitere Details und Fotos zur BEGEHBAREN LUNGE (Quelle: www.organmodelle.de) finden hier.
Ev. Rückfragen:
OA Dr. Sylvia Hartl, Vizepräsidentin der ÖGP, Oberärztin der 1. Internen Lungenabteilung am Otto Wagner Spital, Wien, Tel.: 01/910 60–41635, mobil: 0676/550 54 05, eMail: sylvia.hartl@wienkav.at
Prim. Univ.-Prof. Dr. Otto Burghuber, Kongress-Präsident, Past-Präsident der ÖGP, Vorstand der 1. Lungenabteilung, Otto Wagner Spital, Wien, Tel.: Tel.: 01/910 60-41007, mobil: 0664/403 47 70, otto.burghuber@wienkav.at
Monika Bannert, Tel.: 0664/21 00 618, m.bannert@pr-expert.at
ÖGP Jahrestagung 2012

14. - 16. Juni 2012
Salzburg
Rückblick: Jahrestagung 2011
ERS Annual Congress
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1. - 5. Sept. 2012, Wien
