Das war das 6. Pneumo Aktuell

Zum 6. Mal jährte sich heuer die Abhaltung der Wintertagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP). Was 2014 mit etwas über 100 Teilnehmern begann, lockte am 26. Jänner 2019 fast 160 Personen ins Austria Trend Hotel Savoyen in Wien. Beim 6. Pneumo Aktuell erhielten die anwesenden Pneumolog/innen, Internist/innen und Allgemeinmediziner/innen einen umfassenden Überblick über die neuesten Erkenntnisse der letzten Jahre. Auch Studierende und Physiotherapeut/innen nutzen zunehmend dieses Angebot, an einem Tag Kenntnisse aus den wichtigsten Teilgebieten der Pneumologie kompakt und praxisrelevant aufbereitet zu sammeln.
Die acht Vortragenden präsentierten Studien und neue Therapieoptionen u.a. zu COPD und Asthma, Infektiologie und Beatmung bis hin zur Onkologie. Auch dem Thema Rauchen, wo Österreich das Schlusslicht in Europa einnimmt, wurde Platz eingeräumt. Ein fächerübergreifender Blick auf die Lunge und ihre Erkrankungen wurde im Vortrag „Pneumo meets Rheumatologie“ geworfen. Besonders spannend waren jeweils die Fallbeispiele, zu denen die Anwesenden mittels DigiVoting ihre Meinung abgeben konnten.
Neu im Programm fand sich ein interaktiver Workshop, wo in Kleingruppen schwierige Patientenfälle diskutiert wurden, bei denen interdisziplinäre Fragestellungen im Vordergrund stehen.

Insgesamt wurde durch diese neuen Programmpunkte der zunehmenden Verankerung der Pneumologie als internistisches Sonderfach Rechnung getragen. Die Teilnehmerinnen waren begeistert von der Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen und sich mit KollegInnen fachspezifisch auszutauschen.

In der begleitenden Ausstellung informierten dreizehn Pharmaunternehmen sowie das Rauchfrei-Telefon und die App Medbee über ihre Produkte. Die Pausen wurden zu angeregtem Erfahrungsaustausch mit Kolleg/innen aus ganz Österreich genützt.

Die Veranstaltung wurde erneut mit dem Gütesiegel ÖkoEvent der Stadt Wien ausgezeichnet. Die Organisatoren achteten in der Vorbereitung und Durchführung besonders auf Abfallvermeidung und Ressourcenschonung, zB indem Drucksorten auf CO2 neutralem Papier produziert und bei der Speisenauswahl auf regionale und saisonale Spezialitäten gesetzt wurde.

Diese Veranstaltungsreihe der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) wird am 25. Jänner 2020 mit dem 7. Pneumo Aktuell fortgesetzt. Dort erwartet uns neben Fachvorträgen die Fortsetzung der Reihe „Pneumo meets…“ mit einem weitere internistischen Fach, sowie wieder Falldiskussionen in Kleingruppen.

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Organisation & Kontakt:

Mag. Irene Czurda

Österreichische Gesellschaft für Pneumologie

c/o Mondial Congress & Events
Mondial GmbH & Co. KG
Operngasse 20b, 1040 Wien
Tel. +43 1 58804-116

E-Mail: czurda@mondial-congress.com

Schließung des LKH Natters droht

Der Regionale Strukturplan Gesundheit (RSG) 2025 hat es in sich. Medial sehr gut vorbereitet wurden die Ergebnisse des vom Land beauftragten Planungspartners EPIG präsentiert. Durch die Schließung des Standortes Natters sollen 5 Millionen Euro eingespart werden, die dadurch entstehenden Kosten werden erst berechnet. Die Informationen über die geplanten strukturellen Veränderungen wurden der Verwaltung, den Primarii, dem Betriebsrat bzw. den Mitarbeiter/innen per E-mail innerhalb eines Vormittages vom Land mitgeteilt. Patienten/innen, Studierende und Angestellte erfuhren es aus der Zeitung, insbesondere durch den in der Tiroler Tageszeitung veröffentlichten Artikel mit der Schlagzeile ‚Spitalsreform in Tirol: Das Krankenhaus Natters wird zugesperrt‘, der zu einer extremen Verunsicherung und dadurch zu einem unwiederbringlichen Schaden geführt hat. Überraschend ist dies insofern, als vor kurzem die Standorte Hochzirl und Natters zusammengelegt und die Primariate der Anästhesie und Pneumologie erst letztes Jahr nachbesetzt wurden. Nun soll trotz einer aktuellen Auslastung von 85% die Schließung des Standortes der größten pneumologischen Abteilung Westösterreichs diskutiert und Hochzirl als solitärer Standort weitergeführt werden. Die Nachnutzung der Infrastruktur ist ungewiss. Wie durch diese Maßnahme der Planungsgrundsatz des Regionalen Strukturplan Gesundheit 2025 ‚allen Tirolerinnen und Tirolern auch zukünftig die beste medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen‘ erfüllt sein soll, ist zum aktuellen Zeitpunkt die pneumologische Versorgung betreffend nicht nachvollziehbar.
Die Pläne sehen vor, die pneumologische Abteilung – von aktuell 104 dann auf 70 Betten reduziert – an den Innsbrucker Standort zu verlegen, die internistische Abteilung soll nach Hall umgesiedelt werden. Für die Machbarkeitsstudie wurden dem Krankenhausträger an Stelle der ursprünglichen anberaumten zwei Wochen, vier Wochen zugestanden. Der Bericht und die auf den verwendeten Zahlen basierenden Berechnungen sollen erst in den letzten Tagen zur Verfügung gestellt worden sein.

Die Konsequenzen für die Pneumologie in Österreich sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht absehbar, es ist definitiv wie in der Zeitung beschrieben ein ‚Paukenschlag‘ bzw. ein ‚Rumpler‘. Durch die Schließung des Krankenhauses ist es äußerst fraglich, ob die Versorgung der pneumologischen Patient/innen und die Ausbildung zum Facharzt/Fachärztin auf dem bisherigen Niveau gewährleistet ist, nachdem diese sich Jahrzehnte bewährende, sehr gut funktionierende Einheit, die aus Anästhesie, Innere Medizin, Pneumologie und Therapie besteht, zerrissen werden soll. Kritik, insbesondere die Informationspolitik betreffend, hat es schon von Seiten der TGKK, der AK und der Opposition gegeben. Nun soll die Schließung des Krankenhauses vorzeitig mittels dringlicher Anfrage im Landtag behandelt werden. Auch äußerte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg in einem Interview, dass „wenn diese Lösung nicht von allen getragen werde, die Umsetzung dieses Plans diskutiert werden solle“.

In diesem Sinne wurden eine Unterschriftenaktion und eine online Petition gegen die Schließung des Krankenhauses ins Leben gerufen. Eine Entscheidung über die Inhalte des RSG 2025 und die etwaige Schließung des Krankenhauses Natters bis 2025 wird bis Juni/Juli 2019 gefällt.
Bis dahin ist jegliche Unterstützung zum Erhalt des Standortes und des damit verbundenen Erhalts einer hochqualifizierten Pneumologie willkommen!

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Unterschriftenliste zum Download (PDF)

Rechtsherzechokardiographie-Kurs 12.4.2019

Am 12.4. veranstaltet der Arbeitskreis „Pulmonale Zirkulation“ in Graz einen Rechtsherzechokardiographie-Kurs sowie eine Diskussionsrunde zu aktuellen Themen.

Der Kurs richtet sich an KollegInnen mit Basis Echo Kenntnissen, aber Interesse für mehr Wissen über die echokardiographische Diagnostik und Beurteilung von Lungengefäßerkrankungen (pulmonale Hypertonie, akute Lungenembolie) und die Erfassung der rechtsventrikulären Funktion. Im praktischen Teil werden auch Untersuchungen an freiwilligen PatientInnen durchgeführt.

Nähere Infomationen und Programm

 

Chorprojekt „Sing against cortisone“

Ein Team der Musikuniversität JAM MUSIC LAB in Wien/Bereich Gesang führt gemeinsam mit ÄrztInnen der Universitäts-HNO-Klinik Wien folgendes Projekt durch:

„Eine prospektive stimmtherapeutisch-gesangspädagogische Interventionsstudie (Feldstudie) an ca. 30 Asthma- bzw. COPD-PatientInnen mit Heiserkeit nach inhalativer Kortisontherapie.“
(am 12.02.2019 von der Ethik Kommission bestätigt)

Dazu werden Betroffene gesucht, um einen Chor zu bilden, der sich einmal in der Woche in der Uni zur Chorprobe treffen wird.

Nähere Informationen

Poster (PDF)

Chronic cough – can we see the end of the tunnel? Vortrag 20.3., Wien

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Gesellschaft der Ärzte in Wien wird Alyn Morice (Head of Respiratory Medicine and the Centre for Cardiovascular & Metabolic Research (CCMR), University of Hull, Vereinigtes Königreich) einen Festvortrag zu chronischem Husten halten.

Termin: Mittwoch, 20.3.2019, 19:00 Uhr
Ort: Frankgasse 8, 1090 Wien

Nähere Informationen

Ausschreibung Egmont Baumgartner – Preis

Die Österreichische Gesellschaft für Arbeitsmedizin vergibt alle zwei Jahre einen Preis für hervorragende Arbeiten aus dem Bereich der Arbeitsmedizin in Höhe von € 7.000.-.
Der Preis wird in zwei Anteilen vergeben:
a) aus dem arbeitsmedizinischen Forschungsbereich
b) aus der betriebsärztlichen Praxis.

zur Ausschreibung (PDF)

Lehr- und Lernbuch „Pneumologische Rehabilitation“

Nach zwei Jahren Arbeit ist im Sinne einer DACH Kooperation mit der Deutschen und Schweizer Gesellschaft für Pneumologie ein Lehr- und Lernbuch zum Thema Pneumologische Rehabilitation entstanden. Es ist ein umfassendes Werk mit über 750 Seiten, in dem für alle an Rehabilitation Interessierte etwas enthalten sein sollte.

Neben der Diagnostik und medizinischen Trainingstherapie bei Asthma, COPD, interstitiellen Lungenerkrankungen, pulmonaler Hypertonie etc. werden auch die Rehabilitation bei onkologischen Patienten und Möglichkeiten wie E-Health oder Kinderreha besprochen. Weiters wird die gesamte Palette der komplexen multiprofessionellen Therapie mit Atemphysiotherapie, Ernährung, Psychologie, QM und Ergotherapie dargestellt.

Es sollte ein praxisnahes Buch für das gesamte Reha-Team sein und ist über den Dustri Verlag online erhältlich.

Nachbericht Symposium „Celebrate Science“ 9.-10. Nov. 2018, Graz

Spannende Vorträge, hochkarätige internationale Experten, interessierte TeilnehmerInnen und eine wunderschöne Location zeichneten das International Respiratory Symposium „Celebrate Science“ aus, das Anfang November aus Anlass des 60. Geburtstags von Univ.-Prof. Dr. Horst Olschewski, Leiter der Klinischen Abteilung für Pulmonologie an der Medizinischen Universität Graz und des Ludwig Boltzmann Instituts für Lungengefäßforschung, in Graz stattfand.
80 Personen aus Deutschland und Österreich erfuhren u.a. Aktuelles zu COPD durch Marc Humbert (Université Paris-Sud) und zu Asthma bronchiale von Dr. Ildikó Horváth vom National Koranyi Institut in Budapest. Univ.-Prof. Dr. Jürgen Behr (Ludwig-Maximilians-Universität München) wiederum berichtete Aktuelles zur Lungenfibrose – wie die beiden erst genannten Vorträge stets in Bezug zu Lungenhochdruck, dem Spezialgebiet der Lungenabteilung an der Grazer Uniklinik.
Der Vortrag von Prof. David Kiely (University of Sheffield) stand unter dem Titel „Imaging in Pulmonary Hypertension: ready for prime time“. Abschließend gaben Dr. Grazyna Kwapiszewska-Marsh und Priv.-Doz. Dr. Gabor Kovacs von der Medizinischen Universität Graz einen Überblick über die Forschungstätigkeit des Ludwig Boltzmann Instituts für Lungengefäßforschung.

Am Vorabend traf man sich ebenfalls in der Alten Universität zu einem festlichen Dinner. Untermalt wurde das ausgezeichnete Menü vom Monarchie Quartett.

TeilnehmerInnen, SprecherInnen und Veranstalter – die österreichische Gesellschaft für Pneumologie, die Ludwig Boltzmann Gesellschaft sowie die Medizinische Universität Graz – zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und sind stolz, dieses hochkarätige Symposium in Graz ausgerichtet zu haben, das sogar unter der Patronanz der European Respiratory Society stand.

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Neue Medienreferentin: Katharina Cima

Nach der Matura am Akademischen Gymnasium in meiner Geburtsstadt Linz kam ich 2002 zum Studium der Humanmedizin nach Innsbruck.

2008 begann ich meine wissenschaftliche Tätigkeit mit PhD-Studium in Molecular Cell Biology. Meine klinische Ausbildung erfolgte bis 2011 im Sonderfach Lungenkrankheiten im Landeskrankenhaus Hochzirl-Natters, Standort Natters. Seither bin ich als Fachärztin für Lungenkrankheiten auf der Lungentransplantationsstation im Krankenhaus Natters tätig.

Der österreichischen Gesellschaft für Pneumologie bin ich seit 2004 verbunden. Zunächst durch Teilnahmen und wissenschaftliche Präsentationen an den Jahrestagungen, in Folge durch meine Tätigkeit als Vertreterin der Ärzte/Ärztinnen in Ausbildung und seit 2017 als Kongresssekretärin.

Auf der Jahrestagung 2018 habe ich die Nachfolge von Dr. Otmar Schindler als Medienreferentin angetreten. Nachdem er in den letzten vier Jahren erfolgreich neue Strukturen etablieren konnte, ist es mein Ziel für die kommenden zwei Jahre, diesen Weg fortzusetzen und den Außenauftritt der ÖGP zeitgemäß zu gestalten.

Ich freue mich auf diese spannende Aufgabe und hoffe auf tatkräftige Unterstützung von Seiten der ÖGP Mitglieder: Artikel für unsere Mitgliederzeitschrift Airmail sind ebenso willkommen wie die Betreuung unseres Standes auf Karrieremessen oder der Hinweis auf interessante Veranstaltungen und Projekte für unseren Newsletter.

Auf gute Zusammenarbeit!

Dr. Katharina Cima

Europäische HIV- und Hepatitis-Testwoche 2018

European Testing Week, click here for more info - www.testingweek.eu

Auch heuer wieder koordiniert das Team der Aids Hilfe Wien die „Europäische HIV- und Hepatitis-Testwoche 2018“ (ETW 2018). Unter dem Motto TESTEN.BEHANDELN.VORBEUGEN werden in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland von 23. bis 30. November 2018 Initiativen gesetzt, um das Bewusstsein für die Wichtigkeit des HIV- und Hepatitis-Tests zu steigern.

HIV und Hepatitis sind noch immer ein Tabu und die Ansteckungsrisiken sind nicht ausreichend bekannt. Viele Menschen haben Angst vorm Test, daher werden Infektionen oft viel zu spät erkannt. Dem möchte die österreichische ETW-Initiative im Rahmen der Europäischen Testwoche mit dem Motto TESTEN. BEHANDELN. VORBEUGEN. entgegenwirken. Ziel der Testwoche ist einerseits, Personen mit einem erhöhten HIV-/Hepatitis-Risiko zum Test zu motivieren und andererseits die Bewusstseinsbildung bezüglich HIV- und Hepatitis-Tests zu steigern. Einen Test anzubieten und sich testen zu lassen, soll selbstverständlich sein. Denn eine frühe Diagnose ermöglicht einen rechtzeitigen Therapiestart und dieser bringt mitunter mehr Lebensjahre mit besserer Lebensqualität. Eine erfolgreiche medikamentöse Behandlung wiederum bewirkt, dass die Virenlast nicht mehr nachweisbar ist. So können HIV-positive Menschen, deren Virenlast durch die Medikamente unter der Nachweisgrenze ist, das HI-Virus nicht auf ihre SexualpartnerInnen übertragen. Auch bei Hepatitis B gibt es inzwischen erfolgreiche Therapien, bei Hepatitis C ist sogar eine Heilung möglich. Heuer findet die Europäische HIV- und Hepatitis-Testwoche vom 23. bis 30. November statt. In dieser Woche werden in Österreich und europaweit zahlreiche Events, vermehrt Infos rund um die Themen HIV und Hepatitis, sowie Test-Möglichkeiten an vielen Locations angeboten, um Infektionsängste abzubauen und der Ausgrenzung Betroffener entgegenzuwirken.

Informationen zur Testwoche und allen Angeboten finden Sie unter www.testwoche.net .
Handlungsleitfaden: Akute HIV-Infektion

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