Behandlung von erwachsenen Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie und Prävention

S3 Leitlinie – Update 2016

Wesentliches Ziel dieser Leitlinie ist, eine Grundlage zum Erhalt und zur Verbesserung der Behandlungsqualität von Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie darzustellen und diese im deutchsprachigen Raum zu etablieren.
Die vorliegende Leitlinie ist ein Update und ersetzt die bisher gültige, 2009 publizierte Leitlinie zur Behandlung von Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie, einschließlich der Komplikationen des parapneumonischen Ergusses bzw. Abszesses sowie des Sonderfalls der Retentionspneumonie.

Leitlinie S3 CAP 2016

Richtlinien für die ambulante pneumologische Rehabilitation in Österreich

Diese Überarbeitung der Richtlinien der ambulanten pneumologischen Rehabilitation bezieht sich im Wesentlichen auf das 2013 erschienene Statement der American Thoracic Society und der European Respiratory Society.

Die Richtlinien präsentieren Qualitätsnormen zur räumlichen und apparativen Infrastruktur, zu Ausbildungserfordernissen des Personals von Zentren und konkrete Richtlinien zur Durchführung einer umfassenden ambulanten pneumologischen Rehabilitation in Österreich.

 

Richtlinien (pdf)

Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms – S3-Leitlinie der DGP in Zusammenarbeit mit der ÖGP

Leitlinien sind systematisch entwickelte Darstellungen und Empfehlungen mit dem Zweck, Ärzte bei der Entscheidung über angemessene Maßnahmen der Kranken-versorgung (Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge) unter spezifischen medizinischen Umständen zu unterstützen [4]. Sie beruhen auf aktuellen wissen-schaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren und sorgen für mehr Sicherheit in der Medizin, sollen aber auch ökonomische Aspekte berücksichtigen. Die vorliegende Entwicklungsstufe 3 (S3) der Leitlinien nach der Klassifikation der AWMF ist durch die Kombination von formaler Evidenz-Recherche, formaler Konsensfindung, Logik (Algorithmen) sowie Entscheidungs- und Outcome-Analyse gekennzeichnet [5]. Die alleinige Evidenz-Basierung einer Leitlinie kann problematisch sein, da die Ergebnisse der zugrunde gelegten randomisierten kontrollierten Studien an selektionierten Patientengruppen gewonnen wurden und daher nur mit Einschränkungen im Hinblick auf die Gesamtgruppe der Patienten verallgemeinert werden können. Insbesondere die häufigen Begleitkrankheiten des Lungenkarzinoms zwingen zu einer besonderen Beachtung der individuellen Behand¬lungssituation. Daher wurde bei der Erstellung der vorliegenden Leitlinie besonderer Wert auf eine breite interdisziplinäre Konsensfindung unter Beteiligung von 15 deutschen und österreichischen wissenschaftlichen medizi¬nischen Fachgesellschaften und 3 Berufsverbänden sowie weiterer Expertengruppen gelegt, um auch die Besonderheiten unterschiedlicher Therapiesituationen angemessen zu berücksichtigen. Dennoch entbin¬det die vorliegende Leitlinie ebenso wie andere Leitlinien die behandelnden Ärzte nicht von der Verantwortung, die individuellen Behandlungssituationen der Patienten zu berücksichtigen und gegebenenfalls in enger Abstimmung mit dem Wunsch des Patienten von den Empfehlungen der Leitlinie abzuweichen.

 

S3-Leitlinie (pdf) Methodenreport (pdf)

Leitlinie zur Behandlung des Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen

Internationale Guidelines haben häufig den Nachteil,dass sie auf die lokalen Gegebenheiten bei der Asthmabetreuung,die lokale Verfügbarkeit von Medikamenten und nicht-medikamentösen Maßnahmen, die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen und deren Familien sowie auf die Heterogenität der Asthmaerkrankung nicht Rücksicht nehmen.

Die Arbeitsgruppe „Pneumologie und Allergologie“ der ÖGKJ und der Arbeitskreis „Pädiatrische Pneumologie und Allergologie“ der ÖGP haben im Jahr 1999 Konsensusempfehlungen zur medikamentösen Behandlung des Asthma bronchiale im Kindes- und Jugendalter und im Jahr 2003 ein Addendum zu diesen Empfehlungen erarbeitet und publiziert. In der Zwischenzeit haben sich einige Aspekte im Asthmamanagement verändert, weshalb eine Überarbeitung dieser Empfehlungen notwendig wurde. Die Autorengruppe hat beschlossen, in der Überarbeitung die „Konsensusempfehlungen“ durch eine „Leitlinie“ zu ersetzen. Leitlinien sind „systematisch entwickelte Darstellungen und Empfehlungen mit dem Zweck, Ärzte und Patienten bei der Entscheidung über angemessene Maßnahmen der Krankenversorgung (Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge) unter spezifischen medizinischen Umständen zu unterstützen“.

In die vorliegende Leitlinie wurden erstmals auch Evidenzgrade aufgenommen. Neben der Einbeziehung von Evidenzgraden wird jedoch besonderer Wert auf praktisch relevante Empfehlungen gelegt, welche Anwendbarkeit,Umsetzbarkeit, Compliance, Aufwand und Kosten mit einbeziehen. Durch Kombination von Evidenz und praktischer Empfehlung soll die Annehmbarkeit dieser Leitlinie für Ärzte im primären und sekundären Versorgungsbereich verbessert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt in der vorliegenden Leitlinie ist das Konzept, die Therapie gemäß Symptomenkontrolle und patientenfokussiert zu steuern sowie Asthmaschulungsmaßnahmen zu integrieren. Da im Jahr 2006 von der selben Autorengruppe eine Empfehlung zur Behandlung der rezidivierenden obstruktiven Bronchitis und des Asthma bronchiale im Vorschulalter erstellt wurde, beschränkt sich die vorliegende Leitlinie auf Kinder ab dem 5. Lebensjahr sowie auf Jugendliche.

 

PDF Download