Leitlinie zur Behandlung des Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen

Asthma bronchiale gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Mehrere internationale und nationale Guidelines wurden erarbeitet, um die Asthmabehandlung zu standardisieren.


Internationale Guidelines haben häufig den Nachteil,dass sie auf die lokalen Gegebenheiten bei der Asthmabetreuung,die lokale Verfügbarkeit von Medikamenten und nicht-medikamentösen Maßnahmen, die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen und deren Familien sowie auf die Heterogenität der Asthmaerkrankung nicht Rücksicht nehmen.

Die Arbeitsgruppe „Pneumologie und Allergologie“ der ÖGKJ und der Arbeitskreis „Pädiatrische Pneumologie und Allergologie“ der ÖGP haben im Jahr 1999 Konsensusempfehlungen zur medikamentösen Behandlung des Asthma bronchiale im Kindes- und Jugendalter und im Jahr 2003 ein Addendum zu diesen Empfehlungen erarbeitet und publiziert. In der Zwischenzeit haben sich einige Aspekte im Asthmamanagement verändert, weshalb eine Überarbeitung dieser Empfehlungen notwendig wurde. Die Autorengruppe hat beschlossen, in der Überarbeitung die „Konsensusempfehlungen“ durch eine „Leitlinie“ zu ersetzen. Leitlinien sind „systematisch entwickelte Darstellungen und Empfehlungen mit dem Zweck, Ärzte und Patienten bei der Entscheidung über angemessene Maßnahmen der Krankenversorgung (Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge) unter spezifischen medizinischen Umständen zu unterstützen“.

In die vorliegende Leitlinie wurden erstmals auch Evidenzgrade aufgenommen. Neben der Einbeziehung von Evidenzgraden wird jedoch besonderer Wert auf praktisch relevante Empfehlungen gelegt, welche Anwendbarkeit,Umsetzbarkeit, Compliance, Aufwand und Kosten mit einbeziehen. Durch Kombination von Evidenz und praktischer Empfehlung soll die Annehmbarkeit dieser Leitlinie für Ärzte im primären und sekundären Versorgungsbereich verbessert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt in der vorliegenden Leitlinie ist das Konzept, die Therapie gemäß Symptomenkontrolle und patientenfokussiert zu steuern sowie Asthmaschulungsmaßnahmen zu integrieren. Da im Jahr 2006 von der selben Autorengruppe eine Empfehlung zur Behandlung der rezidivierenden obstruktiven Bronchitis und des Asthma bronchiale im Vorschulalter erstellt wurde, beschränkt sich die vorliegende Leitlinie auf Kinder ab dem 5. Lebensjahr sowie auf Jugendliche.

 

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Die Ausstattung des langzeitheimbeatmeten Patienten

Konsensusempfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Lungenerkrankungen und Tuberkulose


Einleitung

Weiterentwickelte Langzeitversorgungskonzepte und technischer Fortschritt haben in den letzten Jahren den Einsatz von Beatmungsgeräten außerhalb von Intensivstationen gefördert. Als Resultat dieser Entwicklung kann heute die chronische Ateminsuffizienz durch Dauerbeatmung kompensiert werden; die Langzeit-Heimbeatmung ist damit zum wesentlichsten Bestandteil der Rehabilitation von chronisch beatmungsabhängigen Patienten geworden. Die Patienten erhalten erst durch diesen Einsatz der maschinellen Beatmung die Möglichkeit, ein Leben außerhalb des SPitals zu führen. Neben der Kosteneinsparung durch Entfall der Krankenhausbetreuung wird vor allemd ie Lebensqualität der Patienten durch den Aufenthalt im eigenen häuslichen Milieu entscheidend verbessert. (…)

 

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