Anamnesebögen interstitielle Lungenerkrankungen
Die Diagnose von interstitiellen Lungenerkrankungen ist eine große Herausforderung, die mehrere Fachdisziplinen (Pneumologie, Radiologie, evtl. auch Rheumatologie und Pathologie) umfasst. Interstitielle haben je nach Entität sehr unterschiedliche Prognosen und Eigenschaften. Da speziell die fibrosierenden Formen aber meist mit einer ungünstigen Prognose einhergehen, ist die Früherkennung wichtig.
Speziell in Risikogruppen (Personen mit Autoimmunerkrankungen, aktive oder ehemalige Rauchende, berufliche oder private inhalative Expositionen,…) ist es essenziell, an die Möglichkeit von ILD zu denken und typische Symptome (Atemnot, Husten) regelmäßig abzufragen. Auch der Auskultation kommt ein großer Stellenwert zu, oft ist ein inspiratorisches Knisterrasseln zu hören.
Besteht ein Verdacht auf ILD, ist jedenfalls eine CT Thorax (idealerweise nativ in Bauchlage) durchzuführen. Erhärtet sich der Verdacht, stehen einige, eng mit der Expert*innengruppe „Interstitielle Lungenerkrankungen und Orphan Diseases“ assoziierte Expertenzentren zur Abklärung zu Verfügung.
Zur Erleichterung der Erstabklärung und Frühdiagnose hat die Expert*innengruppe einen umfassenden Anamnesebogen verfasst (basierend auf einem Dokument der DGP). Bitte nützen Sie ihn zur Erstabklärung bei V.a. ILD – Ihr*e Patient*in füllt die Antworten aus und Sie ergänzen selbst den Zuweiserteil. Geben Sie den ausgefüllten Bogen zum Termin in die Spezialambulanz mit und sorgen Sie bitte auch für die Bereitstellung bereits vorhandener Röntgen- und CT-Bilder.
