Neue Standards in der Raucherentwöhnung

Tabakrauchen ist international die häufigste vermeidbare Ursache von Krankheit und vorzeitigem Tod. Weltweit werden durch Rauchen jährlich 3,5 Millionen Todesfälle verursacht, in Österreich geschätzte 10.000.


8 von 10 COPD-Patienten haben als Hauptursache ihrer Erkrankung das Tabakrauchen. Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, ist beim Raucher verzehnfacht. Die einzige Therapie, die die COPD kausal behandelt, ist die Raucherentwöhnung.
Das Ausmaß der tabakindizierten Gesundheitsschäden wurde für Deutschland nach jüngsten Berechnungen auf 15 Milliarden Euro geschätzt! Aus diesen Gründen ist die Raucherentwöhnung eine wichtige und unersetzliche Therapie im pulmologischen Alltag.
Voraussetzung für eine erfolgreiche ärztliche Intervention ist eine wissenschaftlich fundierte Information. Die im folgenden vorliegende evidenzbasierte Leitlinie stellt die wissenschaftliche Grundlage für die verschiedenen Anteile einer wirksamen Raucherentwöhnung vor, insbesondere Beratung, medikamentöse und nicht-medikamentöse
Therapie. Wir geben eine kurze Zusammenfassung unserer Empfehlungen unter Standardisierung der Raucherentwöhnung und empfohlene Elemente.
Im folgenden Teil wird die wissenschaftliche Evidenz der Raucherentwöhnung referiert.
Diese Leitlinien repräsentieren den Konsens der ÖGP (Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie).

Er wurde erarbeitet von:
Prim. Dr. K. Aigner
OA Dr. I. Homeier
Dr. W. Koessler
Univ.-Prof. Dr. Prim. H. Zwick
Unter Federführung von Prim. Dr. A. Lichtenschopf

 

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