Pocketguide – Expertenempfehlung 2006 zur rationalen Zweitlinien-Therapie beim nicht-kleinzelligen Bronchuskarzinom

Unterstützt durch die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie und die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie


Bis vor wenigen Jahren war in der Zweitlinientherapie des nicht-kleinzelligen Bronchuskarzinoms (NSCLC) nur Docetaxel (Taxotere®) zugelassen, da nur für dieses Medikament ein Nutzen in randomisierten Studien belegt werden konnte [1, 2]. Seit kurzem stehen dem onkologisch tätigen Arzt zwei weitere zugelassene Medikamente zu Verfügung, nämlich Pemetrexed (Alimta®) und Erlotinib (Tarceva®). Alle drei Substanzen zeichnen sich durch unterschiedliche Wirkungs- und Nebenwirkungsprofile aus. Dadurch wird es besser möglich, auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten einzugehen.

Ein interdisziplinäres Expertengremium bestehend aus internistischen Onkologen und Pneumologen hat sich im Juli 2006 in Mondsee erstmals getroffen, um einen Evidenz basierten, praktikablen Algorithmus im Sinne einer Expertenempfehlung zur rationalen Zweitlinienbehandlung beim NSCLC zu erstellen. Der daraus entstandene Expertenbericht wurde von allen Teilnehmern korrigiert und in einer zweiten Expertenrunde im November 2006 in Graz erneut diskutiert und angenommen.

Die vorliegende Expertenempfehlung stellt zuerst die wissenschaftliche Grundlage der Empfehlung dar und diskutiert im Anschluss die praxisrelevante Umsetzung. Die rasante Entwicklung in der Onkologie lässt sicherlich erwarten, dass der unten vorgestellte Algorithmus einem dynamischen Veränderungsprozess unterliegen muss.

 

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